In der Vorweihnachtszeit 2025 haben Unbekannte in mehreren Regionen Deutschlands gefälschte DHL-Benachrichtigungszettel in Briefkästen verteilt. Der aufgedruckte QR-Code führt nach Angaben der Verbraucherzentrale auf eine nachgebaute Paketseite, auf der Kreditkartendaten und persönliche Informationen abgefragt werden. Laut Polizei wirken die gedruckten Zettel auf viele Empfänger glaubwürdiger als E-Mails oder SMS.
Aktuelle Warnung – Dezember 2025
Nach Medienberichten verzeichnete Google zeitweise mehr als 5.000 Suchanfragen zu der Masche innerhalb von vier Stunden. Die Verbraucherzentrale rät, QR-Codes auf unerwarteten Zetteln im Briefkasten nicht zu scannen.
Video: @finanzstarter erklärt die DHL-Betrugsmasche
So funktioniert die DHL-Betrugsmasche
- 1Zettel im Briefkasten
Ein professionell gestalteter Zettel mit DHL-Logo informiert über ein angeblich nicht zustellbares Paket.
- 2QR-Code scannen
Der QR-Code soll angeblich zur Terminvereinbarung oder Zahlung einer kleinen Gebühr führen.
- 3Gefälschte DHL-Seite
Die aufgerufene Website ist der echten DHL-Seite nachempfunden. Dort werden Schritt für Schritt persönliche Daten abgefragt.
- 4Datendiebstahl
Abgefragt werden Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Kreditkartendaten und SMS-Einmalcodes. Nach Angaben der Verbraucherzentrale wurden Schäden von bis zu 2.400 Euro gemeldet.
Warum die Masche verfängt
Vertrauen in Briefpost
Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale wirkt ein gedruckter Zettel im Briefkasten auf viele Empfänger vertrauenswürdiger als eine E-Mail. Bei Briefpost sei die Skepsis geringer als bei digitalen Nachrichten.
Hochsaison für Pakete
In der Vorweihnachtszeit erwarten viele Menschen mehrere Pakete. Ein zusätzlicher Benachrichtigungszettel fällt nach Einschätzung der Verbraucherzentrale in dieser Zeit kaum auf.
Aufwendig gestaltete Fälschung
Die Zettel tragen das DHL-Logo sowie Layout und Wortlaut echter Benachrichtigungen. Laut Verbraucherzentrale sind sie von Originalen kaum zu unterscheiden.
Datenabfrage in Stufen
Die Phishing-Seite fragt zunächst Name und Adresse ab, danach E-Mail-Adresse und Kreditkartendaten. Die Abfrage steigert sich schrittweise.
Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen
Lassen Sie sich die hinterlegte Internetadresse anzeigen, bevor Sie sie öffnen. Weicht die Domain von dhl.de ab, sollten Sie die Seite nicht aufrufen.
Öffnen Sie bei Zweifeln die offizielle DHL-App oder geben Sie dhl.de manuell in den Browser ein. Verzichten Sie dabei auf den QR-Code des Zettels.
Echte DHL-Benachrichtigungen enthalten eine Sendungsnummer. Prüfen Sie diese direkt auf dhl.de/sendungsverfolgung.
Nach eigenen Angaben fragt DHL keine sensiblen Daten über QR-Codes auf Benachrichtigungszetteln ab. Anfallende Gebühren werden an der Haustür kassiert.
Hinweise für Betroffene
- 1.Kreditkarte sofort sperren lassen (Notruf Ihrer Bank)
- 2.Bank über den Betrug informieren
- 3.Passwörter aller betroffenen Accounts ändern
- 4.Anzeige bei der Polizei erstatten
- 5.Vorfall an DHL melden: phishing-dhl@dhl.com
QRTrust: QR-Codes vor dem Öffnen prüfen
QRTrust prüft die Ziel-URL eines QR-Codes gegen mehrere Phishing-Datenbanken und zeigt das Ergebnis vor dem Öffnen an. Der Dienst ist kostenlos, DSGVO-konform und wird in Deutschland entwickelt.
Jetzt QR-Code prüfen →Quellen
- CHIP: „Gefahr im Briefkasten: Wer diesen Zettel sieht, muss jetzt besonders aufpassen"
- t-online: „DHL-Betrug: Falsche Abholscheine mit QR-Code"
- Watson: „DHL-Paket: Warnung vor QR-Code im Briefkasten"
- Verbraucherzentrale NRW
- Polizei-Warnungen Dezember 2025
Über QRTrust
QRTrust ist die erste deutsche QR-Code-Sicherheitsplattform, entwickelt in Dortmund. KI-gestützte Echtzeit-Erkennung, eine lokale Bedrohungsdatenbank und mehrstufige Sicherheitsprüfungen schützen Bürger, Behörden und Unternehmen vor Quishing-Angriffen. DSGVO-konform, gehostet in Deutschland.
